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Deine Tischregeln

Standard deutscher Spielbanken

So funktionieren die Tischregeln

Deine Tischregeln

Schau auf das Schild am Tisch oder in die Hausregeln der Spielbank und stell hier ein, was dort steht. Regeln, Tabelle und Rechner auf allen Seiten folgen dann diesen Tischregeln. Gespeichert wird nur in deinem Browser.

Papercut-Illustration: ein aufgeschlagenes Regelheft mit gezeichneten Kartenbeispielen, davor Pik-Ass und ein König, daneben ein Bleistift

Blackjack Regeln einfach erklärt: die komplette Anleitung für Einsteiger

Beim Blackjack spielst du gegen den Dealer, nicht gegen die anderen am Tisch. Wer näher an 21 kommt, ohne darüber zu gehen, gewinnt die Runde. Ob du nach Black Jack Regeln oder Blackjack Regeln suchst, gemeint ist dasselbe Spiel: Diese Anleitung erklärt die Regeln in der Reihenfolge, in der sie am Tisch passieren, passend zu den Tischregeln, die du oben eingestellt hast.

Blackjack in einer Minute: die Regeln einfach erklärt

  1. Einsatz setzen, bevor die Karten kommen.
  2. Du bekommst zwei offene Karten, der Dealer eine offene.
  3. Du entscheidest: ziehen, stehen, verdoppeln, splitten.
  4. Der Dealer spielt nach festen Regeln und hat keine Wahl.
  5. Näher an 21 gewinnt, über 21 verliert sofort.

So sehen die Blackjack Regeln einfach erklärt in fünf Zeilen aus. Alles Weitere sind Einzelheiten, die unten Regel für Regel folgen, mit Beispielen und den Streitfällen vom Tisch.

Gilt das an deinem Tisch? Die Tischregeln in drei Schritten anpassen

Die Grundregeln gelten überall. Ein paar Einzelheiten unterscheiden sich aber von Tisch zu Tisch, zum Beispiel ob der Dealer auf einer weichen 17 noch zieht oder ob du aufgeben darfst. Diese Seite kann dir zeigen, was genau an deinem Tisch gilt.

  1. Nachsehen. Auf dem Schild am Tisch oder in den Hausregeln der Spielbank stehen die Regeln, etwa „Dealer must stand on all 17s“ oder „Blackjack pays 3 to 2“.
  2. Einstellen. Oben unter „Tischregeln anpassen“ wählst du aus, was dort steht.
  3. Nachlesen. Regeln, Tabelle und Rechner auf allen Seiten zeigen ab dann, was an deinem Tisch gilt. In der Tabelle sind die Felder umrandet, die sich dadurch ändern.

Stellst du nichts ein, gilt, was die veröffentlichten Regeln deutscher Spielbanken vorsehen. Wie viel eine einzelne Regel ausmacht, zeigt ein Beispiel: Erlaubt dein Tisch das Aufgeben, kommen in der Tabelle 6 Felder dazu, in denen Aufgeben der beste Zug ist, darunter 16 gegen eine 10.

Regel 1 · Was Blackjack ist und woher die Regeln kommen

1.1

Ein Bankspiel. Blackjack ist ein Kartenspiel, bei dem jeder Spieler für sich gegen die Bank antritt, vertreten durch den Dealer, in Spielbanken auch Croupier genannt. Die anderen am Tisch sind keine Gegner. Ob dein Nachbar gewinnt oder verliert, ändert an deinem Ergebnis nichts. Deutsche Spielbanken schreiben meist „Black Jack“ in zwei Wörtern, gemeint ist dasselbe Spiel.

1.2

Älter, als der Name klingt. Das Grundspiel heißt schlicht Einundzwanzig und ist mehr als 400 Jahre alt. Eine frühe Beschreibung stammt von Miguel de Cervantes: In seiner Novelle „Rinconete y Cortadillo“, gedruckt 1613, nehmen zwei jugendliche Falschspieler einen Maultiertreiber bei der „veintiuna“ aus, und schon dort zählt das Ass einen Punkt oder elf. In Frankreich hieß das Spiel Vingt-et-un. In Deutschland wurde daraus unter anderem 17 und 4, das oft mit dem Skatblatt gespielt wird.

1.3

Der Name. Wie aus Einundzwanzig ausgerechnet Blackjack wurde, ist nicht geklärt. Die Spielbanken Bayern erklären es mit einer alten Sonderprämie für Pik-Ass und Pik-Bube als erste zwei Karten, die heute nicht mehr gezahlt wird. Der Spielkartenhistoriker Thierry Depaulis hat für diese Prämie keinen Beleg gefunden und führt den Namen auf Goldsucher am Klondike Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Für dich zählt nur die heutige Bedeutung: Jedes Ass mit einer Zehnerkarte ist ein Blackjack, egal in welcher Farbe.

1.4

Die heutigen Regeln. In Spielbanken sind die Blackjack Regeln erstaunlich einheitlich. Ein Dealer, der ab 17 stehen bleibt, und ein Blackjack, der 3 zu 2 zahlt: So steht es bei allen 40 deutschen Spielbanken, deren Regeltext wir ausgewertet haben. Unterschiede gibt es bei Einzelheiten wie dem Verdoppeln, und genau die stellst du oben bei den Tischregeln ein.

1.5

Deine Entscheidungen zählen. Anders als beim Roulette verändern deine Züge beim Blackjack die Gewinnchancen deutlich. Wer nach der Tabelle spielt, gibt auf lange Sicht nur einen Bruchteil dessen ab, was ein Spieler ohne Plan verliert. Die Zahlen dazu stehen in Regel 8.

Regel 2 · Das Ziel und die Kartenwerte

2.1

Ziel. Du gewinnst eine Runde, wenn deine Hand am Ende mehr Punkte hat als die des Dealers, ohne über 21 zu gehen. Wer über 21 kommt, hat sich überkauft und verliert den Einsatz sofort, auch wenn sich der Dealer danach ebenfalls überkauft.

2.2

Zahlenkarten. Karten von 2 bis 10 zählen ihren aufgedruckten Wert.

2.3

Bildkarten. Bube, Dame und König zählen jeweils 10.

2.4

Das Ass. Es zählt 11 oder 1, je nachdem, was für die Hand günstiger ist. Solange es als 11 zählen kann, heißt die Hand weich, sonst hart. Alle Einzelheiten stehen bei den Kartenwerten.

2.5

Der Blackjack. Ergeben deine ersten zwei Karten ein Ass und eine Zehnerkarte, hast du Blackjack, die beste Hand am Tisch. Er schlägt jede 21 aus drei oder mehr Karten. Mit sechs Decks bekommst du ihn in 4,75 von 100 Runden, also etwa jede 21. Runde. Nach dem Splitten zählt Ass plus Zehnerkarte in den meisten Häusern nur als gewöhnliche 21. Welche Spielbank das anders handhabt, steht beim Splitten.

Blackjack Ass und Zehnerkarte als erste zwei Karten
Harte 16 kein Ass, das noch 11 zählen könnte
Weiche 17 das Ass zählt 11, kann aber zu 1 werden

Regel 3 · Der Tisch: Boxen, Karten und deine Ansagen

3.1

Sieben Boxen. Die Spielbank Hamburg nennt bis zu sieben Plätze pro Tisch, und so sind die meisten Blackjack-Tische gebaut. Jeder Platz heißt Box und hat ein eigenes Setzfeld, der Dealer sitzt den Spielern gegenüber. In Hamburg gibt es an jedem Platz sogar drei Setzfelder, eines für den Spieler, der dort sitzt, und zwei für Mitspieler.

3.2

Mitsetzen. Du brauchst keinen Stuhl, um mitzuspielen. In vielen Häusern, etwa in Bayern und Hamburg, darfst du auf der Box eines anderen setzen, solange alle Einsätze auf dieser Box zusammen das Tischmaximum nicht übersteigen. Wer vor der Box sitzt, heißt Boxinhaber und entscheidet allein über jeden Zug. Dein Einsatz folgt seinen Entscheidungen, auch wenn du mehr gesetzt hast als er.

3.3

Karten aus Schlitten oder Maschine. Gespielt wird mit mehreren Kartenspielen zu je 52 Blatt, die Spielbank Hamburg nennt sechs. Die Spielbanken Bayern beschreiben den Ablauf von Hand so: Der Dealer mischt, ein Spieler hebt mit einer neutralen Karte ab, und mit einer zweiten neutralen Karte trennt der Dealer einen Teil des Pakets ab, bevor alles in den Schlitten kommt. Erscheint diese Schneidekarte, wird die laufende Runde zu Ende gespielt und danach neu gemischt. Andere Häuser, etwa Hamburg, ziehen die Karten stattdessen direkt aus einer Mischmaschine.

3.4

Einsätze und Limits. Mindest- und Höchsteinsatz stehen am Tisch und unterscheiden sich von Haus zu Haus. Im Casino am Potsdamer Platz in Berlin etwa liegt der Mindesteinsatz bei 4 Euro, das Maximum bei 1.000 Euro. Die Spielbanken Bayern verlangen außerdem, dass jeder Einsatz durch den Mindesteinsatz teilbar ist. Bei 5 Euro Minimum setzt du also 5, 10 oder 15 Euro, aber nicht 12.

3.5

Was du sagst. Deine Züge sagst du laut an. Für eine weitere Karte heißt es „Karte“, zum Stehenbleiben „Rest“, in Bayern „nein“ und in Berlin auch „bleibt“. Eine Eigenheit haben die Brandenburgischen Spielbanken: Stehen bleiben darfst du dort erst ab 12. Mit der Tabelle gerätst du damit nie in Konflikt, sie lässt dich unter 12 ohnehin immer ziehen, verdoppeln oder teilen.

Regelfall Fall 3

Du setzt auf der Box eines anderen Spielers mit. Er bleibt mit 12 gegen eine 2 stehen. Du hättest gezogen und sagst es ihm.

Entscheidung

Das darfst du nicht. Die Entscheidung trifft allein der Boxinhaber, und dein Einsatz folgt ihr. Die Spielbanken Bayern erlauben stehenden Mitspielern grundsätzlich keine Ratschläge, die Spielbank Hamburg nennt jede Beeinflussung des Boxinhabers unzulässig. Recht hättest du trotzdem gehabt: Nach unserer Berechnung kostet Stehen mit 12 gegen eine 2 bei den Standard-Tischregeln im Schnitt 29 Cent pro Euro Einsatz, Ziehen nur 25.

Regel 4 · Ablauf einer Runde: die Anleitung Schritt für Schritt

4.1

Einsatz setzen. Jeder Spieler legt seinen Einsatz in sein Setzfeld, bevor die erste Karte kommt.

4.2

Karten austeilen. Jeder Spieler bekommt zwei offene Karten, der Dealer eine offene. Ausgeteilt wird im Uhrzeigersinn: erst eine Karte an jede besetzte Box, dann eine an den Dealer, dann die zweite an jede Box. An deinem Tisch bekommt der Dealer seine zweite Karte erst, nachdem alle Spieler ihre Züge gemacht haben.

Beispielrunde Ablauf einer Runde, Karte für Karte. Eine gemischte Beispielrunde an einem deutschen Tisch ohne verdeckte Bankkarte. 6 Decks, 5 besetzte Boxen.
Bank
  1. Box 1
  2. Box 2
  3. Box 3
  4. Box 4
  5. Box 5

EinsätzeErst die Einsätze, dann die Karten: Vor dem letzten Einsatz verlässt keine Karte den Schlitten.

  1. Erst die Einsätze, dann die Karten: Vor dem letzten Einsatz verlässt keine Karte den Schlitten. Eine Runde beginnt mit den Einsätzen. Jeder Spieler legt seinen Einsatz in die Box, an der er sitzt oder mitsetzt, und zwar innerhalb der Limits, die am Tisch stehen. Erst wenn alle Einsätze liegen, zieht der Dealer die erste Karte aus dem Schlitten. Die Reihenfolge der Karten steht damit fest, bevor irgendjemand eine davon gesehen hat.
  2. Erste Karte: offen an jede besetzte Box im Uhrzeigersinn, zuletzt eine an die Bank. Der Dealer teilt im Uhrzeigersinn aus, von der ersten besetzten Box an. Jede besetzte Box bekommt eine offene Karte, leere Boxen lässt er aus. Die letzte Karte dieser ersten Runde geht an die Bank, ebenfalls offen. Die kleine Zahl an jeder Karte zeigt, als wievielte sie aus dem Schlitten kam.
  3. Zweite Karte: wieder an jede Box. Die Bank bekommt noch keine zweite Karte. In der zweiten Runde bekommt jede besetzte Box ihre zweite offene Karte, wieder im Uhrzeigersinn. Die Bank geht an den meisten deutschen Tischen dabei leer aus und behält nur ihre eine offene Karte. Ihre weiteren Karten zieht sie erst, wenn alle Spieler fertig sind. Eine verdeckte zweite Bankkarte, wie man sie aus amerikanischen Casinos kennt, gibt es dort nicht.
  4. Jede Box hat jetzt eine Summe. Das Ass zählt 11, solange die Hand damit nicht über 21 kommt. Zahlenkarten zählen ihren Wert, Bube, Dame und König zählen zehn. Das Ass zählt elf, solange die Hand damit nicht über 21 kommt, sonst eins. Zählt ein Ass noch als elf, heißt die Hand weich, sonst hart. Unter jeder Box steht deshalb nicht nur die Summe, sondern auch, ob sie weich oder hart ist. Die offene Bankkarte ist alles, was du von der Bank weißt.
  5. Die Boxen entscheiden reihum. Erst danach zieht die Bank ihre weiteren Karten. Jetzt entscheidet Box für Box, wieder im Uhrzeigersinn: Karte, Rest, Verdoppeln oder Teilen. Wer über 21 kommt, hat verloren, bevor die Bank überhaupt spielt. Erst wenn sich alle Boxen erklärt haben, zieht der Dealer die weiteren Karten der Bank, bis sie mindestens 17 hat. Die Boxen spielen in dieser Beispielrunde genau nach der Tabelle dieser Seite.
  6. Bank zuerst bedient: gleicher Schlitten, aber 4 von 5 Boxen bekommen ein anderes Paar. Was wäre, wenn der Dealer sich selbst zuerst bedient? Die Karten im Schlitten liegen genau wie vorher. Aber die Bank nimmt die Karte, die sonst die erste Box bekommen hätte, und jede Box erhält als erste Karte die ihres Nachbarn. Andere Paare, andere Summen, ohne dass ein Blatt anders gemischt wurde. Deshalb steht die Reihenfolge in den Regeln der Spielbanken.
  7. Mit verdeckter Bankkarte: gleiche Paare, doch Karte 12 geht an die Bank statt an Box 1. Wenige deutsche Häuser, nämlich Bad Homburg, Bad Neuenahr und Bad Dürkheim, geben der Bank beim Austeilen eine zweite, verdeckte Karte, gleich nach der zweiten Karte der letzten Box. Die Paare der Boxen bleiben dadurch gleich. Es verschiebt sich nur, wer die nächste Karte bekommt: Ohne verdeckte Karte ginge sie an die erste Box, die noch eine Karte will.

Die Beispielrunde ist echt gemischt (6 Decks, 312 Karten), und die Boxen spielen nach der Tabelle. Reihenfolge und verdeckte Karte laut Regeltexten: CASINO SH, Spielanleitung Black Jack, Spielbanken Bayern, Spielregeln Black Jack, Spielbank Bad Homburg, Black Jack, Spielbank Bad Dürkheim, Black Jack.

4.3

Blackjack gleich zu Beginn. Hast du Blackjack, kannst du die Runde nicht mehr verlieren, nur die Auszahlung kann warten. Zeigt der Dealer weder Ass noch Zehnerkarte, zahlen manche Häuser sofort aus, CASINO SH und die Brandenburgischen Spielbanken schreiben das ausdrücklich. Zeigt er eine davon, wartest du auf seine zweite Karte. Hat er ebenfalls Blackjack, ist es ein Gleichstand.

4.4

Spieler entscheiden. Reihum wählt jeder seinen Zug, bis er steht oder sich überkauft. Wer sich überkauft, verliert sofort, der Dealer zieht den Einsatz noch vor dem Ende der Runde ein.

4.5

Der Dealer spielt. Er zieht nach festen Regeln, siehe Regel 6.

4.6

Auszahlung. Jede verbliebene Hand wird mit der des Dealers verglichen und ausgezahlt, siehe Regel 7.

4.7

Einfach erklärt, aber vollständig. Diese Schritte gelten an jedem Tisch. Was sich unterscheidet, sind Einzelheiten wie die zweite Karte des Dealers oder das Verdoppeln, und genau die stellst du oben unter „Deine Tischregeln“ ein. Wer die Black Jack Regeln so einmal verstanden hat, braucht keine weitere Anleitung, nur noch die Tabelle für die besten Züge.

Regel 5 · Deine Spielzüge

5.1

Ziehen. Du nimmst eine weitere Karte. Das darfst du so oft, bis du stehst oder über 21 kommst.

5.2

Stehen. Du nimmst keine Karte mehr und behältst deine Summe.

5.3

Verdoppeln. Du verdoppelst deinen Einsatz und bekommst genau eine weitere Karte (wann sich das lohnt). An deinem Tisch nur, wenn deine ersten zwei Karten 9, 10 oder 11 ergeben.

5.4

Splitten. Zwei Karten mit gleichem Wert werden zu zwei Händen mit je eigenem Einsatz. Jede Hand bekommt eine zweite Karte und wird dann für sich gespielt, nur auf geteilte Asse gibt es in der Regel lediglich eine Karte. Welche Paare du teilst, steht beim Splitten.

5.5

Versicherung. Zeigt der Dealer ein Ass, kannst du mit bis zu einem halben Einsatz darauf wetten, dass er Blackjack hat. Warum sich das selten lohnt, erklärt die Seite zur Versicherung.

5.6

Aufgeben. Wo der Tisch es erlaubt, gibst du die Hand auf und bekommst die Hälfte des Einsatzes zurück, an Tischen ohne verdeckte Karte nur, wenn der Dealer keinen Blackjack hat. In den veröffentlichten Regeltexten deutscher Spielbanken kommt Aufgeben nicht vor. Mehr dazu beim Aufgeben.

5.7

Nur mit zwei Karten. Verdoppeln, Splitten und Aufgeben gibt es nur, solange deine Hand aus zwei Karten besteht. Hast du einmal gezogen, bleiben dir Ziehen und Stehen. Eine geteilte Hand zählt dabei als neue Hand: Darfst du nach dem Split verdoppeln, geht das mit ihren ersten zwei Karten.

Regelfall Fall 5

Du hast 4, 3 und 4, also 11 aus drei Karten. Der Dealer zeigt eine 6, und du willst verdoppeln.

Entscheidung

Das geht nicht. Verdoppeln darfst du nur mit deinen ersten zwei Karten, auch wenn die Summe danach 11 ergibt. Du ziehst eine Karte und entscheidest dann neu. Ärgerlich ist es trotzdem: Mit 11 aus zwei Karten gegen eine 6 bringt Verdoppeln an einem Tisch mit den Standardregeln rund 34 Cent pro Euro mehr als Ziehen, so viel wie in keinem anderen Feld der Tabelle.

Entscheidungshilfe

Welcher Zug?

Verdoppeln 8 + 3 gegen eine 6 des Dealers: Mit 11 ist jede Zehnerkarte ein Treffer, und mit einer 6 überkauft sich der Dealer oft.

Regel 6 · Regeln für den Dealer

6.1

Keine Wahl. Der Dealer entscheidet nichts selbst. Jeder seiner Züge folgt einer festen Regel. Was deutsche Spielbanken dazu veröffentlichen, zeigen die Dealer-Regeln.

6.2

Bis 16 ziehen, ab 17 stehen. Er zieht, solange er 16 oder weniger hat, und steht ab 17. An deinem Tisch steht er auch auf einer weichen 17, also etwa mit Ass und 6.

6.3

Wo der Dealer landet. Weil er nie aufhören darf, bevor er 17 erreicht, endet seine Hand immer zwischen 17 und 21 oder darüber. Über alle offenen Karten gerechnet überkauft er sich bei 6 Decks und Stehen auf 17 in gut 28 von 100 Runden. Auf 20 kommt er in knapp 18, auf 17, 18 und 19 in jeweils 13 bis 15, auf eine 21 aus drei oder mehr Karten in gut 7 und auf Blackjack in knapp 5. Wie stark die offene Karte das verschiebt, zeigt ein Vergleich: Mit einer 6 überkauft er sich in 42 von 100 Fällen, mit einem Ass nur in gut 11.

Regelfall Fall 7

Der Dealer hat Blackjack, und du hast vorher verdoppelt. Was ist mit deinem zweiten Einsatz?

Entscheidung

An deinem Tisch sind nach der üblichen europäischen Regel beide Einsätze verloren: Der Dealer nimmt seine zweite Karte erst nach dir, und sein Blackjack schlägt auch die verdoppelte Hand. Die veröffentlichten Regeln deutscher Spielbanken sagen dazu nichts, im Zweifel am Tisch nachfragen.

Regel 7 · Auszahlungen und Gleichstand

Auszahlungen beim Blackjack
Blackjack3 zu 2
Normaler Gewinn1 zu 1
Versicherung2 zu 1
Gleichstand (Push)Einsatz zurück
7.1

Gewinn. Schlägt deine Hand die des Dealers, bekommst du deinen Einsatz zurück und denselben Betrag dazu. Überkauft sich der Dealer, gewinnen alle Hände, die zu diesem Zeitpunkt noch im Spiel sind. Wer sich vorher überkauft hat, ist nicht mehr dabei.

7.2

Blackjack. Ein Blackjack zahlt an deinem Tisch 3 zu 2. Auf 10 Euro Einsatz sind das 15 Euro Gewinn, auf 20 Euro genau 30. Er schlägt auch eine 21 des Dealers aus drei Karten. Umgekehrt verliert deine 21 aus drei Karten gegen einen Blackjack des Dealers.

7.3

Gleichstand. Haben du und der Dealer dieselbe Summe, gewinnt niemand. In deutschen Spielbanken heißt das Stand-off oder Egalité. Dein Einsatz bleibt liegen, und du darfst ihn stehen lassen, ändern oder zurücknehmen. Das gilt auch, wenn ihr beide Blackjack habt.

Damit sind die Blackjack Regeln einfach erklärt, vom ersten Einsatz bis zur Auszahlung. Nebenwetten wie 21+3 zahlen nach eigenen Tabellen, siehe Side Bets. Alle Fachwörter vom Tisch findest du bei den Begriffen.

Regelfall Fall 8

Du stehst mit 18, der Dealer zieht ebenfalls auf 18. Der Croupier lässt deine Jetons einfach liegen.

Entscheidung

Das ist richtig so. Bei Gleichstand behältst du deinen Einsatz, er wird weder eingezogen noch ausgezahlt. Lässt du ihn liegen, spielt er in der nächsten Runde mit. Willst du aussetzen oder weniger setzen, nimm die Jetons vor dem nächsten Austeilen vom Setzfeld oder sag es dem Croupier.

Regel 8 · Hausvorteil und Gewinnchancen: was die Regeln kosten

8.1

Woher der Vorteil des Hauses kommt. Der Dealer bekommt keine besseren Karten als du. Sein Vorteil liegt in der Reihenfolge: Du spielst zuerst, und wenn du dich überkaufst, ist dein Einsatz weg, auch wenn er sich danach selbst überkauft. Dieser eine Punkt reicht, damit die Bank auf lange Sicht gewinnt. Die 3-zu-2-Zahlung auf Blackjack, das richtige Stehenbleiben, das Verdoppeln und das Splitten holen den größten Teil davon zurück, aber nicht alles.

8.2

Mit der Tabelle. Wer jede Hand nach der Grundstrategie spielt, gibt an den Standard-Tischregeln auf lange Sicht 0,61 Prozent seiner Einsätze ab. Anders gerechnet: Von 100 Euro, die über viele Runden über den Tisch gehen, bleiben im Schnitt 61 Cent beim Haus. An den Tischregeln, die du oben eingestellt hast, sind es 0,61 %.

8.3

Ohne Tabelle. Wer einfach macht, was der Dealer macht, also bis 16 zieht, ab 17 steht und nie verdoppelt oder teilt, verliert laut unserer Berechnung 5,68 Prozent. Das ist mehr als das Neunfache. Die meisten Spieler liegen irgendwo dazwischen, und genau dort, zwischen Bauchgefühl und Tabelle, entscheidet sich, wie teuer ein Abend wird. Wie diese Werte entstehen, erklären die Wahrscheinlichkeiten.

8.4

Was einzelne Regeln verschieben. Gegenüber den Standard-Tischregeln bewegen die meisten Regeln den Hausvorteil um weniger als einen Viertel Prozentpunkt. Ein einzelnes Deck senkt ihn um 0,50. Zieht der Dealer auf weicher 17, kommen 0,22 Punkte dazu. Prüft er gleich zu Beginn auf Blackjack, sinkt der Wert um 0,11. Am stärksten wirkt die Auszahlung: Zahlt der Tisch Blackjack nur 6 zu 5, steigt der Hausvorteil um 1,36 Punkte auf knapp 2 Prozent, mehr als dreimal so viel wie mit 3 zu 2.

8.5

Kein Weg zum sicheren Gewinn. Auch mit perfekter Strategie bleibt der Vorteil beim Haus. Die Tabelle sorgt nur dafür, dass du so langsam verlierst, wie es die Regeln zulassen. Wer mehr will, landet beim Karten zählen, das an Tischen, an denen eine Maschine nach jeder Runde mischt, nicht funktioniert. Was es mit Systemen wie dem Verdoppeln nach Verlusten auf sich hat, steht bei der Strategie.

Regel 9 · Nebenwetten und andere Spielformen

9.1

Nebenwetten. Viele Tische bieten Zusatzwetten, die mit deiner eigentlichen Hand wenig zu tun haben. In Garmisch-Partenkirchen zum Beispiel gibt es Bust, Twins und einen Blazing-7-Jackpot. Sie zahlen nach eigenen Tabellen und kosten dich deutlich mehr als das Grundspiel. Für Twins nennen die Spielbanken Bayern eine Auszahlungsquote von 88,7 Prozent, das Grundspiel mit Tabelle liegt bei über 99. Wie die einzelnen Wetten funktionieren, steht bei den Side Bets.

9.2

Andere Spielformen. Manche Varianten ändern die Grundregeln selbst. Bei Spanish 21 fehlen die Zehnen im Deck, bei Free Bet verdoppelst und teilst du in bestimmten Fällen gratis, bei Blackjack Switch tauschst du Karten zwischen zwei Händen. Bad Homburg bietet neben dem klassischen Spiel einen Free-Bet-Tisch an. Für solche Tische gelten weder diese Regeln noch unsere Tabelle vollständig. Die Unterschiede stehen bei den Varianten.

Regel 10 · Verantwortungsvoll spielen

10.1

Nur für Erwachsene. In eine deutsche Spielbank kommst du nur volljährig und mit Ausweis. Die Hamburger Häuser nennen ausdrücklich 18 Jahre, in Bayern ist die Teilnahme am Spiel laut Spielbankordnung erst ab 21 erlaubt. Am Einlass wird außerdem mit dem bundesweiten Sperrsystem OASIS abgeglichen. Wer dort gesperrt ist, kommt nicht hinein, und eine solche Sperre kannst du auch für dich selbst beantragen.

10.2

Den Betrag vorher festlegen. Bevor du dich an einen Tisch setzt, sollte feststehen, welcher Betrag heute verloren sein darf. Ist er weg, ist der Abend vorbei. Verluste zurückzuholen, indem du den Einsatz nach jeder Niederlage erhöhst, ist der schnellste Weg, dieses Limit zu sprengen.

10.3

Hilfe. Wer merkt, dass das Spielen mehr Raum einnimmt als gewollt, erreicht die kostenlose Telefonberatung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter 0800 1 37 27 00. Selbsttests gibt es auf check-dein-spiel.de.

Die Blackjack Tabelle für deinen Tisch

Für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers gibt es einen Zug, der auf lange Sicht am wenigsten kostet. Hier ein Ausschnitt, berechnet für die oben eingestellten Tischregeln.

Ausschnitt: harte Hände 12 bis 16
Deine Hand2345678910A
Harte Hände
12 ZZSSSZZZZZ
13 SSSSSZZZZZ
14 SSSSSZZZZZ
15 SSSSSZZZZZ
16 SSSSSZZZZZ
Z ZiehenS StehenV Verdoppeln, sonst ziehen Vs Verdoppeln, sonst stehenSp SplittenA Aufgeben, sonst ziehen knapper Fall

Ganze Tabelle

Häufige Fragen zu den Blackjack Regeln

Zählt das Ass beim Blackjack 1 oder 11?

Beides. Das Ass zählt 11, solange die Hand damit nicht über 21 kommt, sonst zählt es 1. Eine Hand, in der das Ass noch als 11 zählt, heißt weiche Hand, etwa Ass und 6 als weiche 17. Kommt dazu eine 9, zählt das Ass nur noch 1, und aus der weichen 17 wird eine harte 16. Überkauft hast du dich damit nicht.

Was passiert bei Gleichstand mit dem Dealer?

Bei Gleichstand, in Spielbanken Stand-off oder Egalité genannt, gewinnt niemand und niemand verliert. Dein Einsatz bleibt im Setzfeld liegen und spielt in der nächsten Runde mit, wenn du ihn nicht vorher zurücknimmst oder änderst. Das gilt auch, wenn du und der Dealer beide Blackjack habt.

Darf ich nach dem Splitten verdoppeln?

Das hängt vom Tisch ab. Viele Tische erlauben es, manche nicht, und die Regel steht meist auf dem Tischschild oder in den Hausregeln. Stell sie oben bei den Tischregeln ein: Ist Verdoppeln nach dem Split verboten, lohnt sich das Teilen kleiner Paare seltener, und an den Standard-Tischregeln ändern sich 7 Felder der Tabelle.

Was ist der Unterschied zwischen Blackjack und 17 und 4?

17 und 4 ist der ältere deutsche Verwandte. Es wird oft mit 32 Karten gespielt, mit anderen Kartenwerten, ohne Splitten und ohne das Verdoppeln, wie es Blackjack kennt. Im 32-Blatt-Spiel zählt der König 4, die Dame 3 und der Bube 2, und die Bank wechselt reihum unter den Spielern. Alles Weitere steht auf der Seite zu 17 und 4.

Was sind die Blackjack Regeln für Anfänger in Kurzform?

Du spielst gegen den Dealer und willst näher an 21 kommen als er, ohne darüber zu gehen. Zahlenkarten zählen ihren Wert, Bildkarten 10, das Ass 1 oder 11. Du ziehst, stehst, verdoppelst oder splittest, der Dealer zieht bis 16 und steht ab 17. Ein Blackjack aus Ass und Zehnerkarte zahlt 3 zu 2, ein normaler Gewinn 1 zu 1.

Wie funktioniert Blackjack, wenn ich zum ersten Mal an einem Tisch sitze?

Du tauschst Geld in Jetons, legst deinen Einsatz in deine Box und bekommst zwei offene Karten. Dann sagst du „Karte“ für eine weitere oder „Rest“, wenn du stehen bleiben willst. Zum Verdoppeln oder Teilen legst du einen zweiten Einsatz dazu. Die Spielbank Berlin empfiehlt Neulingen, sich vor Ort kurz einweisen zu lassen, und die meisten Häuser veröffentlichen ihre Regeln auf ihrer Website.

Was ist ein Blackjack und was zahlt er?

Ein Blackjack sind ein Ass und eine Zehnerkarte, also 10, Bube, Dame oder König, als deine ersten zwei Karten. Er schlägt jede andere 21 und zahlt in deutschen Spielbanken 3 zu 2, bei 10 Euro Einsatz also 15 Euro Gewinn. Bei sechs Decks bekommst du ihn ungefähr in jeder 21. Runde.

Warum heißt das Spiel Blackjack?

Sicher weiß es niemand. Eine verbreitete Erklärung ist eine alte Sonderprämie für Pik-Ass und Pik-Bube als erste Karten, so erklären es etwa die Spielbanken Bayern. Der Spielkartenhistoriker Thierry Depaulis hat dafür keinen Beleg gefunden und verortet den Namen bei Goldsuchern am Klondike. Heute ist jedes Ass mit einer Zehnerkarte ein Blackjack.

Mit wie vielen Kartenspielen wird Blackjack gespielt?

In Spielbanken mit mehreren Kartenspielen zu 52 Blatt. Die Spielbank Hamburg nennt sechs Decks, das sind 312 Karten. Gemischt wird von Hand, mit einer Schneidekarte im Schlitten, oder in einer Mischmaschine. Die Deckzahl kannst du oben bei den Tischregeln einstellen, sie verändert Tabelle und Hausvorteil ein wenig.

Muss der Dealer mit 16 ziehen?

Ja. Der Dealer zieht bei 16 oder weniger und steht ab 17, ohne Ausnahme und ohne Rücksicht darauf, was die Spieler haben. Er darf also nicht mit 15 stehen bleiben, nur weil alle am Tisch 14 haben. Einen Unterschied zwischen den Tischen gibt es nur bei der weichen 17, etwa Ass und 6.

Darf ich auf der Box eines anderen Spielers mitsetzen?

In vielen Spielbanken ja, etwa in Bayern und Hamburg. Alle Einsätze auf einer Box zusammen dürfen das Tischmaximum nicht übersteigen. Entscheiden darf aber nur, wer vor der Box sitzt: Du folgst mit deinem Einsatz seinen Zügen, und reinreden ist dir als stehendem Mitspieler nicht erlaubt.

Was heißen „Karte“ und „Rest“ am Blackjack-Tisch?

So sagst du deine Züge an. „Karte“ heißt, du willst eine weitere Karte. „Rest“ heißt, du bleibst stehen, in manchen Häusern sagt man auch „nein“ oder „bleibt“. Bei den Brandenburgischen Spielbanken darfst du erst ab einer Summe von 12 stehen bleiben, was die Tabelle aber ohnehin nie anders verlangt.

Was ist ein Paar beim Blackjack?

Zwei Karten mit gleichem Wert als erste zwei Karten, etwa zwei Achten oder zwei Asse. Ein Paar darfst du splitten, also in zwei Hände mit je eigenem Einsatz teilen. Die Regeln der Spielbanken Hamburg und Berlin sprechen von zwei gleichwertigen Karten, dort zählen also auch König und Dame als Paar. Teilen solltest du Zehnerkarten trotzdem nicht.

Wie hoch ist der Hausvorteil beim Blackjack?

Mit Grundstrategie und den Regeln deutscher Spielbanken rund 0,6 Prozent des Einsatzes, laut unserer Berechnung 0,61 Prozent. Wer ohne Strategie einfach wie der Dealer spielt, also bis 16 zieht und ab 17 steht, liegt bei 5,68 Prozent. Welchen Wert dein Tisch hat, zeigt diese Seite, sobald du oben die Tischregeln eingestellt hast.

Welche Blackjack Regeln sind für Spieler am günstigsten?

Am meisten zählt, dass ein Blackjack 3 zu 2 zahlt und nicht 6 zu 5. Danach helfen ein Dealer, der auf weicher 17 stehen bleibt, Verdoppeln nach dem Split, Verdoppeln auf jede Hand, das Aufgeben, ein Dealer, der vorab auf Blackjack prüft, und möglichst wenige Decks. Wie viel jede Regel ausmacht, steht bei den Wahrscheinlichkeiten.

Ab welchem Alter darf man in einer Spielbank Blackjack spielen?

Nur volljährig und mit Ausweis. Viele Häuser nennen 18 Jahre, etwa die Hamburger Standorte. In Bayern verbietet die Spielbankordnung die Teilnahme am Spiel unter 21 Jahren, jüngere Erwachsene dürfen dort nur in Begleitung in den Saal und nicht mitspielen. Beim Einlass wird außerdem mit dem Sperrsystem abgeglichen.

Wie viele Spieler haben an einem Blackjack-Tisch Platz?

Die Spielbank Hamburg nennt bis zu sieben, jeder an einer eigenen Box. Wer keinen Sitzplatz hat, kann in vielen Häusern auf einer fremden Box mitsetzen, dann entscheidet aber der Spieler, der dort sitzt. Dort gibt es dafür an jedem Platz drei Setzfelder, eines für den Boxinhaber und zwei für Mitspieler.